Das erste Buch der Makkabäer

Name

Makkabäer war zunächst der Beiname des Juda, des dritten Sohnes des Priesters Mattathias; er ging dann auf die ganze Familie über. Gewöhnlich leitet man den Namen von hebr. makkhäbät="Hammer" ab.

Geschichte

Während der Unterdrückung des jüd. Volkes durch den syrischen König Antiochus IV. Epiphanes (175-164 v.Chr.) begann der Priester Mattathias aus Modin (10 km ostsüdöstl. von Lydda) den Aufstand gegen die Fremdherrschaft, der nach seinem Tode von seinen 5 Söhnen fortgesetzt wurde. Von ihnen trat zuerst Judas hervor. Ihm gelang es, Jerusalem zu erobern und den Tempel, den Antiochus entheiligt hatte, neu zu weihen. Das geschah im Dezember 165 v.Chr., und in Erinnerung daran begingen die Juden das Fest der Tempelweihe. 160 v.Chr. fiel Judas im Kampf gegen die Syrer, nachdem Eleasar, der vierte Sohn des Mattathias, schon früher umgekommen war. Nun übernahm der jüngste Bruder, Jonathan, die Führung während der älteste, Johannes, bald darauf durch die Kinder Jambri, einen Räuberstamm im Ostjordanland, ermordet wurde. Dank der Uneinigkeit unter den Syrern konnte Jonathan beträchtliche Erfolge erzielen, bis er schließlich 143 v.Chr. von dem syrischen Feldherrn Tryphon verräterisch umgebracht wurde. Die Führung ging jetzt auf Simon über, den zweiten Sohn des Mattathias und letzten Überlebenden der 5 Brüder. Er wußte von Demetrius II., dem Gegner Tryphons, völlige Tributfreiheit und damit praktisch die Unabhängigkeit von Syrien zu erlangen (142 v.Chr.) und vertrieb anschließend die letzten syrischen Besatzungen.

140 v.Chr. wurde Simon in einer feierlichen Volksversammlung zum erblichen Hohenpriester u. Fürsten eingesetzt. Damit nahm die Dynastie der Hasmonäar, wie das Geschlecht jetzt genannt wurde, ihren Anfang. Als die Syrer die Juden erneut angriffen, errangen Simons Söhne Judas und Johannes einen großen Sieg über sie. 135 v.Chr. wurde Simon von seinem Schwiegersohn Ptolemäus ermordet; seine Söhne Mattathias und Judas gehörten mit zu den Opfern. Johannes entkam und gewann die Macht für sich. Er erhielt den Beinamen Johannes Hyrkan. Während seiner langen und glücklichen Regierungszeit 135-105 v.Chr. unterwarf er auch die Edomiter. Sein Sohn Aristobul I. wurde sein Nachfolger. Das anfangs starke geistliche Moment der Herrschaft trat nun mehr und mehr in den Hintergrund. Hatte sich bereits Johannes Hyrkan mehr den Sadduzäern zugewandt, die für die griech. Kultur offen waren, so nahm Aristobul auch den Königstitel an. Er herrschte 105-104 v.Chr., und sein Bruder Alexander Jannäus folgte ihm 104-78 v.Chr. Während seiner Regierung fanden heftige Kämpfe zwischen Pharisäern u. Sadduzäern statt. Er hatte Alexandra, die Witwe Aristobul, geheiratet, die nach seinem Tode 78-69 v.Chr. regierte und die Pharisäer begünstigte. Unter ihren Söhnen Hyrkan II. und Aristobul II. kam es zum Streit um die Herrschaft. Aristobul wußte die politische Macht 69-63 v.Chr. zu behaupten, während Hyrkan Hoherpriester war. Dann griffen die Römer in den Streit zwischen beiden ein, und 63 v.Chr. eroberte Pompejus Jerusalem. Aristobul wurde abgesetzt und nach Rom gebracht, während Hyrkan 63-40 v.Chr. Hoherpriester und Fürst war. Die Römer hatten ihn unter Hyrkan als Prokurator für Judäa eingesetzt, und er wußte auch seine Söhne Phasael und Herodes in einflußreiche Stellungen zu bringen. Antigonus, der Sohn Aristobuls II., war zwar noch mit Unterstützung der Parther, die in Palästina eingefallen waren, von 40-37 v.Chr. König, aber die Römer hatten bereits im Jahre 40, als Antipater und Phasael schon tot waren, Herodes zum König von Judäa gemacht. Er heiratete Marianne, die Enkelin Hyrkans II., und eroberte 37 v.Chr. Jerusalem. Die noch lebenden Mitglieder des Hasmonäerhauses fielen dann nacheinander seiner Mordpolitik zum Opfer.






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